Haizinger beim Lastminute-Schultersieg

Wieder füllten sich die Zuschauerplätze schon bei den Schülerkämpfen beträchtlich und zur Oberligabegegnung war die Halle wieder mehr als gut gefüllt. Und es sollte ein gebrauchter Abend für die Gäste aus Mittelfranken werden. Coach Christoph Scherr hatte eine Mannschaft auf die Waage gebracht, die wieder einen Heimsieg garantieren sollte. zu den Bildern

Und so begann es auch, Jonas Lenz ließ seinen Gegenüber Erik Kokeyan bis zur vierten Minute Zeit, sich auf eine Schulterniederlage vorzubereiten. Lenz bestimmte das Geschehen auf der Matte. Auch Schwergewichtler Stěpán David bestimmte das Tempo im Mattenrund und ließ Muskelpaket Poorya Zaherig beim 13:0-Punktesieg abblitzen. Der Gegner von Youngster Benedikt Lorenz kam mit Übergewicht auf die Waage und musste somit Lorenz die Punkte überlassen. Thomas Hartl war beim Kampf an Ewald Stoll (TVE) 0:7 der Unterlegene und auch Christoph Fenzl kam bei der knappen 2:3-Niederlage nicht zum Zug. Fenzl probierte zwar immer wieder seine gefürchtete Beinschraube, aber Richard Findling war dehnbar und widersprach einer Schraubenwendung. Dieser eine Punkt war aber schon der Letzte des Abends für die Gäste. Marvin Music fertigte Erwin Findling nach Belieben ab. Music's schöne Aktion noch in der ersten Minute, belohnte der übersichtlich agierende Mattenleiter Christian Pribil mit der Höchstpunktzahl fünf. Die Begegnung war dann auch schon in der ersten Runde wegen der techn. Überlegenheit von Music zu Ende. Wieder einmal im Aufgebot stand Florian Unfried. Kurze ansatzlose Schwünge brachten Flo auf die Siegerstraße, bevor für Ehsam Mekmat in der vierten Minute die Falle zuschnappte und es aus der Unterlage kein Entrinnen mehr gab. Schultersieg für Unfried. Auch Edi Citu fügte sich in das Schultersiegszenario ein. Citu bescherte dem Erlanger Ringer in der zweiten Minute eine ultimative Niederlage. Und so ging es auch in das Finale des Abends. Niko Kurtev hat den Jugendlichen Elias Kunz auf eine Achterbahnfahrt eingeladen, die dann ebenfalls auf dem Boden der Tatsachen endete. Der Abend war bereits gesichert, als Benjamin Haizinger zur Mattenmitte ging. Gegner Alika Shoniia legte zählermäßig gleich mal vor, bis Haizinger mit der fünften Minute seinen Turbo einschaltete und ihn 8 Sekunden vor Kampfende auf die Schultern schickte. Dann brach, nicht nur bei seinen Mannschaftskollegen sondern auch auf den Zuschauerrängen, ein unbändiger Jubel aus. Eine SVU-Männertraube überhäufte Haizinger auf der Matte und die Euphorie in der Halle kannte keine Grenzen. Die Halle "brannte", wie es Coach Scher gerne zu bezeichnen pflegt. Ein unbändiger Heimsieg vor großem Publikum. Das Kommen hatte sich wieder gelohnt. Mit diesem Sieg hatte sich der SV Untergriesbach wieder auf dem zweiten Platz in der Oberligatabelle platziert. Spitzenreiter Unterföhring holte beim 23:9 in Kehlheim die Punkte und Verfolger TSV Berchtesgaden entführte die Zähler beim SV Joh. Nürnberg II aus der Noris. Als Nächstes reist der SV Untergriesbach zum Aufsteiger TV Unterdürrbach, der zur Zeit die rote Laterne führt. Danach folgen drei Heimkämpfe in Folge, die Gegner SV Joh. Nürnberg II eröffnet.