Bayerische Meisterschaft 2026

Die Bayerischen Ringermeisterschaften führte der BRV zum Ersten mal im großem Stil aus. Dazu stand in Coburg die HUK-Arena mit 6 ausgelegten Matten zur Verfügung. Am 7. und 8. Februar gingen von den Jüngsten im der Altersgruppe U10 bis zu den Männern 575 Teilnehmer auf die Matten. Dabei sahen die Zuschauer 949 oftmal spannende Kämpfe.

Bis zum AFreistilkämpferbend 20:00 Uhr waren die Bayerischen Meister für 2026 im Freistil ermittelt. Für den Sonntag hatten sich im klassischen Stil 366 Bewerber gemeldet. In 600 Kämpfen ermittelten sie hier die Meister. Ein minutiös ausgeklügeltes System sollte dieses Großereignis des Bayerischen Ringerverbandes glatt über die Bühne bringen, was auch entsprechend gelang. Für den SV Untergriesbach waren 24 Nachwuchsringer im Rennen. Entsprechens war auch die Betreuung der Jungen Leute gefordert. Killersreiter Thomas
Kurtev Niko, Neudorfer Armin, Neudorfer Ralf, Paselek Detlef, Scherr Christoph und Baki Kupina sorgten in den Pausen und am Mattenrand für den nötigen Ausgleich und spendeten auch, wenn notwendig Trost. Die 24 Ringen waren auch erfolgreich. Sie brachten 8 Meistertitel, 6 Vizemeister und 5 Bronzeplaketten mit nach Hause. Davon gingen 5 Athletinnen und Athleten in beiden Stilarten auf die Matte. Für die freie Stilart waren in der Altersgruppe U10 waren Xaver Seipelt und Johann Maier im Rennen. Seipelt war sprichwörtlich im Feld technisch Überlegen. Er fegte alle seine Gegner von der Matte. Auf einem guten Weg war auch Johann Maier, der aber Seipelt den Weg ganz nach oben frei machen mußte. Anne Neudorfer, die in der selben Gewichtsklasse auf die beiden Vereinskollegen traf mußte sie ziehen lassen. Julian Haas wurde an beiden Tagen Bayerischer Meister in der 50 kg Gewichtsklasse. Mit zwei Schultersiegen im Freistil und drei Schultersiegen in klassischen Stil zeigte er klar wer hier Meister ist. In der Altersgruppe U12 mußte sich Loisi Heindl nach zwei techn. überlegenen Siegen auf dem Weg zum Meistertitel Temir Shogenov (SC 04 Nürnberg) geschlagen geben. Auch Heindl wollte im klassischen Stil nach vorne kommen. Leider "stolperte" sie schon im ersten Kampf ganz knapp (3:4) über Hannes Brückner (AC Goldbach). In den weiteren Kämpfen durfte sie als Siegerin von der Matte gehen. In der Altersgruppe U12 wird es für Mädchen schwierig physisch mit gleichaltrigen Jungs mitzuhalten. Mira klassische KämpferNeudorfer mußte sich nur im ersten Kampf über die volle Zeit abmühen. Alle weiteren Begegnungen beendete sie durch einen Schultersieg. In der U14-Altersgruppe war Johannes Schlager nicht zu schlagen. zwei Schultersiege und ein Sieg durch die Punktemehrheit brachten ihn in Meisternähe. Den Finalkampf gegen Alexander Bulatov gewann er mit 6:5. Nach seiner Verletzung im Herbst war Quirin Lang wieder im Geschäft. Da er mit seinem Gegner, Ilias Khannshoian (TBVfL Neustadt-Wildenheid) allein in der Gruppe war, sah die Turnierorganisation drei Vergleiche vor. Von denen er sich einmal durchsetzen konnte. Lang ging am Sonntag auch im klassischen Stil auf die Matte. Hier traf er wieder auf den Gegner vom Vortag. Dieses mal konnte Lang sich auf das oberste Treppchen stellen. Edi Citu war in der Altersgruppe U17, 80 kg im Freistil im Einsatz. Gegen vier Gegner konnte er sich überzeugend durchsetzen, so das Citu auf dem weg zum Meistertitel war. Aber der Burghausener Daniel Meyer machte hier einen Strich durch die Rechnung. Dank einer knappen 2:3-Niederlage blieb "nur" Silber für Edi Citu. Xaver Seipelt, der schon am Vortag erfolgreich war ging auch im griech./röm. auf die Matte. Nach drei Siegen mußte er sich aber dem späteren Meister 1:4 beugen. Marc Neudorfer war auf der Matte in den Vorrundenkämpfen überlegen. Im Finale gegen Valentin Dosch (TSC Mering) setzte es aber eine Schulterniederlage. Den letzten Meistertitel am Sonntag holte Benedikt Lorenz in der Altersgruppe U17. In seinen drei Begegnungen ging er jeweils als techn. überlegener Sieger von der Matte. Fabio Plachi ging nach dem Freistilauftritt am Samstag auch im klassischen Stil zur Matte. Leider war im zweiten Kampf Elias König (RCB Amberg) zu stark. Im Kampf gegen Muhammed Ali Yaz behielt er im kleinen Finale mit 9:0 die Oberhand. Neben den männlichen Kämpfern gingen auch die Untergriesbacher Mädels in Coburg auf Medaillenjagd. Emilia Lorenz mußte nach zwei Niederlagen mit dem dritten Platz vorlieb nehmen. Mehr war für Paula Killersreiter drin. Ihre zwei Siege gegen Milana Usinger reichten zum Meistertitel. Ihrer Schwester stand natürlich auch Emma Killersreiter nicht nach. Drei techn. überlegene Siege brachten sie auf das Meistertreppchen. Für Marissa Ender blieb nach zwei Schulterniederlagen und einem Punktesieg ein dritter Platz.
Benjamin Haizinger trat für seinen Stammverein SV Wacker Burghausen im griechisch/römischen Kampfstil an. Drei techn. überlegene Siege und ein Punktsieg brachten ihn ganz nach vorne. Haizinger ist Bayerischer Meister im 67 kg-Gewicht. Zusammenfassend darf man den Jungs und Mädchen zu ihren Erfolgen gratulieren. Ohne jemanden hervorzuheben, so darf man aber Benedikt Lorenz und Johannes Schlager erwähnen, die seit langer Zeit einem greifbaren Erfolg hinter laufen und nun bei dieser großen Meisterschaft zählbares, das heißt einen Meistertitel errungen haben.

In der Gesamtschau kann der SV Untergriesbach mit den Platzierungen des Ringernachwuchses hoch zufrieden sein. Vor allem war in der Teamwertung der vierte Platz ein guter Platz, noch vor dem ASV Hof und dem SC Anger. SV Joh. Nürnberg, SC Isaria und SV Wacker Burghausen platzierten sich aber vor den Waldlern. Nach diesen zwei Meisterschaftstagen können die Verantwortlichen in der Ringerabteilung des SV Untergriesbach auf ein erfolgreiches Meisterschaftswochenende zurückblicken und jetzt die Deutschen Meisterschaften in den Blick nehmen.

Die Resultate des SV Untergriesbach bei der Bayerischen Meisterschaft
Freistil
U10
30 kg - 1. Xaver Seipelt, 2. Johann Maier, 3. Anne Neudorfer
50 kg - 1. Julian Haas

U12
30 kg - 5. Nikolay jr. Kurtev
34 kg - 7. Emma Schlager
35 kg - 2. Loisi Heindl
37 kg - 4. Frido Jacobi
52 kg - 2. Mira Neudorfer

U14
41 kg - 8. Luis Lenz
44 kg - 1. Johannes Schlager
80 kg - 2. Quirin Lang

Weibl. U17-U14
33 kg - 3. Emilia Lorenz
38 kg - 1. Paula Killersreiter
47 kg - 1. Emma Killersreiter
59 kg - 3. Marissa Ender

U17
60 kg - 6. Loris Kupina
71 kg - 10. Fabio Plachi, 18. Julian Holler
80 kg - 2. Eduardo-Florian Citu

griechisch/römisch
U10
31 kg - 3. Xaver Seipelt
49 kg - 1. Julian Haas

U12
35 kg - 3. Loisi Heindl
37 kg - 4. Frido Jacobi
39 kg - 2. Marc Antonio Neudorfer

U14
57 kg - 4. Amon Paselek
80 kg - 1. Quirin Lang

U17
51 kg - 1. Benedikt Lorenz
60 kg - 8. Loris Kupina
71 kg - 3. Fabio Plachi, 11. Julian Holler

Männer
67 kg - 1. Benjamin Haizinger (für den SV Wacker Burghausen)