Drei Sportler der Ringer des SV Untergriesbach, die dem bayerischen Elitekader angehören, stellten sich der Deutschen Auswahl des Ringsports. Als vertrauter Trainer war Thomas Killersreiter mit dabei. Edi Citu mit dem Ziel in diesem Jahr international anzutreten, Fabio Plachi und Emma Killersreiter sind dieses Jahr erstmals in der Altersgruppe U17 auf den künftigen Turniermatten.
Zum Einladungsturnier in Hohenlimburg hatten die Landesverbände in die Sporthalle Boelerheide eingeladen. Mit dabei waren die Medaillenkandidaten des letzten Jahres und mögliche Medaillenanwärter für dieses Jahr. Das Ziel war eine Sichtung für die Europameisterschaft in diesem Jahr. Die Jahrgänge und Gewichtsklassen werden nach dem Jahreswechsel neu gemischt. Es zeigt sich bereits jetzt, welche Gewichtsklassen für die DM angepeilt werden.
Nach dem Abschlusstraining am Freitag in eigener Halle, waren sie am Samstag um 7 Uhr in der Turnierhalle in Hohenlimburg, die mit drei Matten ausgestattet war. Das Turnier selbst zog sich dann bis 23 Uhr.
Emma Killersreiter belegte beim DRB-Kader Sichtungsturnier in einem mit bekannt starken Athletinnen besetzten Teilnehmerfeld den dritten Platz. Ringergrößen wie Frederika Grosse, Deutsche Meisterin 2025, Emma Zich und Amelie Köpke waren mit Killersreiter im Feld. Im Turnier konnte sie an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Die vielen Trainingsmaßnahmen zeigen die erhoffte Wirkung und findet sich schon gut in der U17-Altersgruppe zurecht. Im ersten Kampf kam für Killersreiter Emma Zich auf die Matte. Zich erreichte nach 24 Sekunden die (1. Henningsdorfer RV) erste Zweierwertung die Killersreiter in der Folge ausgleichen konnte. Zich zog aber im Weiteren bis zur Rundenpause auf 2:6 davon. Eine weitere 2-Punkte Wertung von Zich bedeutete die 2:8-Punkteniederlage von Killersreiter. Der zweite Kampf gegen Amelie Köpke (RKV Wildcats Berlin) gestaltete sich erfreulicher. Hier konnte sich Killersreiter eindeutig durchsetzen und Köpke nach 2:47 Min. schultern. Im Weiteren kam Frederika Grosse (ASV Germania Freiburg) gegen Killersreiter auf die Matte. Diese war auch die spätere Turniersiegerin. Killersreiter musste hier eine 0:10-Niederlage hinnehmen.
Edi Citu hatte sich von Kampf zu Kampf gesteigert. Seine blitzschnellen Beinangriffe sind von den Gegnern nur schwer abzuwehren. Körperlich war Citu den Gegnern meist überlegen. Um in das Turnier zu kommen war für Edi Citu August Heiner Kotte (KFC Leipzig) auf der Matte. Citu hatte hier noch zu viel griechisch/römisch im Kopf. Mit Kotte hatte Citu im Vorjahr schon einmal das Vergnügen. Beim der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft für Ländermannschaften konnte Citu Kotte schultern. In Hohenlimburg war Citu 10:7 Punktesieger. In Runde zwei kam Theodor Caven zur Mattenmitte. Dieser gestattete Edi Citu einen techn. überlegenen 10:0-Sieg. Gegen Junus Ismailov (Kieler MTV von 1844) war der Untergriesbacher Ringer 9:1-Punktesieger. Auch Robert Schläfke (RCG Potsdam) mußte das Untergriesbacher Ringertalent nach einem 1:10 ziehen lassen. Mit dem Finale vor Augen kam Citu auf Tim Gerlach (SC Kleinostheim). Auch hier war der Weiß-Blau-Ringer mit 6:2 der Sieger. Im Finale reichte ein 4:1 gegen Vitalij Rosenberger (ASV Urlofen) zum Turniersieg.
Mit seiner Turnierleistung steht er wohl im Interesse des Bundestrainers. In Hohenlimburg hat Citu einen großen Schritt Richtung internationaler Einsätze getan. So kann auch eine Teilnahme an der Europameisterschaft im Bereich des Möglichen liegen.
Nicht ganz so gut lief es für Fabio Plachi. Als 14jähriger mußte er sich in der Alterklasse U17 zurecht finden. Drei Jahre ältere Gegner sind für den jungen Burschen noch eine große Herausforderung. In der Woche zuvor hatte sich Plachi mit dem BRV-Kader gut vorbereitet. Nach den Trainings in der Sportschule Oberhaching und in Frankfurt/Oder stand nun Hohenlimburg im Programm. Unter den Altersmäßigen Voraussetzungen mußte er mit einem 12. Platz vorlieb nehmen. In Runde ein mußte er Nils Schryer (KSV Pausa/Vogtland) beim 2:10 ziehen lassen. Auch gegen Ilja Gusev war Plachi dem Gegner beim 0:8 unterlegen.
Als Nummer vier wäre auch Hanna Neudorfer mit dabei gewesen. Leider musste sie aufgrund einer Ellenbogenverletzung auf einen Start in Hohenlimburg verzichten. Es ist zu hoffen, dass sie sich schnell erholt und wieder trainieren kann um dann auch bei den Deutschen Meisterschaften im März voll angreifen zu können.
Das Turnierprogramm findet am 7. Februar mit dem großen Turnier zur Bayerischen Meisterschaft in der HUK-Arena in Coburg seine hoffentlich für den SV Untergriesbach erfolgreiche Fortsetzung.






